Dienstag, 8. Januar 2013

Der Wunsch nach weniger "Klumpert"

Es ist jedes Jahr dasselbe. Knapp vor Jahresende beschließe ich (wie soviele andere auch), dass nächstes Jahr etwas anders werden muss. Nicht alles, aber wenigstens irgend etwas. Ein Dauerbrenner unter meinen Neujahrsvorsätzen - die eh alle niemals halten - ist das Entrümpeln. Vor drei Jahren hab ich das zum Beispiel mithilfe eines Kalenders versucht. Den ich natürlich nicht benutzt habe und schließlich irgendwann weggeworfen. (Wenigstens den habe ich entsorgt.)

Ich bin ja der Meinung, dass jeglicher Besitz eine Belastung ist, und ich träume schon lange von einem "einfachen Leben". Ohne, dass ich genau definieren könnte, was ein "einfaches Leben" eigentlich ist. Auf jeden Fall ist es ein Leben ohne viel Zeug. 
Nun war ich nie ein Shopping-Girlie, habe niemals viel haben wollen, die neueste Mode, das neueste elektronische Gadget etc. können mir gestohlen bleiben, ich kaufe nur etwas, das ich wirklich brauche. Und zwar dann, wenn ich es brauche. Das Konzept von Shopping als Freizeitbeschäftigung ist mir seit jeher unverständlich. Von daher habe ich ja schon das Glück, dass ich nicht so viel Zeug angesammelt habe. (Mit der Ausnahme von Büchern). Auch bei meiner Übersiedlung in die neue Wohnung vor eineinhalb Jahren habe ich mich von einer großen Menge Zeug getrennt, von dem ich übrigens kein einziges Stück vermisse.

Wenn man sich bei mir so umsieht, dann könnte man sagen, dass ich eigentlich recht reduziert lebe. Und trotzdem habe ich manchmal das Gefühl, dass mich das noch vorhandene "Klumpert" einengt und mich belastet. Dann möchte ich gerne großzügig ausmisten. Am liebsten alles beim Fenster rauswerfen. Und dann habe ich so verrückte Ideen, wie die hier: Ich möchte im Jahr 2013 jede Woche 10 Dinge weggeben. 10 Dinge, die ich nicht mehr (oder nicht unbedingt) benötige. Das wären am Ende des Jahres 500 Dinge. (Wenn ich mir 2 Wochen Pause zugestehe). Einer war der Meinung, dass ich die Hälfte der 500 schon locker mit unnötigen Büchern erreichen würde, die sich hier stapeln. Könnt sein ...

Und ja: natürlich ist diese Idee nicht neu, ich behaupte auch nicht, dass das meine Idee ist, die ich grad erfunden habe. Ganz und gar nicht. Der Wunsch nach einem einfachen Leben ist ja weit verbreitet. Im vergangenen Jahr habe ich einige Bücher (und viele Blogs) zum Thema Minimalismus gelesen und ich habe festgestellt, dass es viele Leute gibt, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen und sie haben dabei die unterschiedlichsten Herangehensweisen.

Ich weiß nicht, ob ich das durchhalten werde, mich tatsächlich jede Woche von 10 Dingen zu trennen. Ich weiß noch nicht mal genau, wie ich es handhaben werde. Vielleicht werde ich darüber bloggen. Vielleicht werde ich jeweils am Ende der Woche ein Foto der entsorgten Gegenstände posten. Oder nur eine Liste. Vielleicht ist das aber doch manchmal zu privat. Oder vielleicht entsorge ich Dinge, die man gar nicht fotografieren oder auflisten kann. Ich lasse es mal auf mich zukommen.

Den Anfang habe ich aber bereits gemacht. Ich habe das Blog-Layout entrümpelt. Ich konnte das alte einfach nicht mehr sehen. Und da haben wir schon das erste Problem, weil ich kann das nicht fotografieren. Und auch nicht auflisten. Aber ich zähl das jetzt mal als "10 Dinge". Schließlich mach ich hier die Regeln.

Kommentare:

  1. Ich habe das ja letztes Jahr mit "7 Dingen" pro Woche gemacht und genau ein halbes Jahr durchgehalten. Immerhin. Aber irgendwann bin ich zeitlich nicht mehr hinterher gekommen. Aber die Sachen zu fotografieren und auch im Blog reinzustellen ist schonmal ein großer Anreiz.

    Ich wünsch Dir viel Erfolg!

    JED

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    1. Ja, ich kann mich erinnern! Sabine (Büchersüchtig) hat auch mitgemacht, nicht? Kurz habe ich ja damals auch überlegt, mich euch anzuschließen, aber es war einfach nicht der richtige Zeitpunkt für mich. Zu viel los bei mir. Jetzt verläuft mein Leben wieder in ruhigeren Bahnen und ich kann das angehen. Ich werde ja sehen, wie lange ich durchhalte.

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    2. Yep! Und Sabine war tapferer als ich! Ich werde Deine Fortschritte auf jeden Fall verfolgen, macht ja auch Spaß auszumisten. Und wer weiß, vielleicht lass ich mich ja jetzt durch Dich inspirieren. :o))

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    3. Das setzt mich jetzt schon ein bissl unter Druck. ;-)
      Ich hoffe ja, ich mach nicht gleich schlapp und halte durch.

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  2. oh ja, das mit den Vorsätzen kenn ich auch, weswegen ich mir aber auch schon gar keine mehr mache. Wenn es hochkommt, habe ich tatsächlich nur ein schlappes halbes Jahr durchgehalten.

    Aber deine Entrümpelungs-Einstellung gefällt mir. Ich miste ja selbst alle halbe rigoros aus, ohne Schmerz auf Verluste. Was ich nicht brauche, kommt weg. Was ich nicht benutze, trage usw. ebenfalls. Ich kann das nämlich auch nicht haben, wenn alles so "zugerümpelt" ist. ;)

    Ich bin gespannt, wie lange dein Vorhaben Bestand hat und wieviel du davon durchziehen wirst. Die Daumen drück ich dir aber dennoch, dass es so klappt, wie du dir vorstellst. Im Übrigen gefällt mir dein neues Layout sehr gut. Ist ein bissel heller und freundlicher, auch wenn ich das alte ein klein wenig vermissen werde, weil man sich da jetzt schon sooo dran gewöhnt hat. *gg*

    Ich lass dir ganz liebe Grüße da,
    Mandy

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    1. Danke fürs Daumendrücken! Noch bin ich guter Dinge. Aber das bin ich am Anfang ja immer...
      Was das Layout betrifft, so hab ich mich auch sehr schwer getan, mich davon zu trennen. Immerhin habe ich das damals selber "gebastelt" und jetzt habe ich ganz einfach die Simple-Vorlage von Blogger genommen. Aber ich wollte es ja "einfach". *grins*
      Zwecks Wiedererkennungseffekt habe ich aber das Header-Bild belassen.

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  3. Ich habe mir auch vorgenommen, demnächst nochmal auszumisten. Dies hängt aber weniger mit dem Jahreswechsel zusammen sondern damit, dass ich regelmäßig ausmiste. Ich finde es gut, Sachen die man nicht mehr braucht, wegzugeben, denn das macht frei.

    500 Dinge sind nicht ohne. Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem Projekt!

    LG
    Jai

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    1. Ja, genau, Dinge weggeben + loslassen befreit. Finde ich auch. Ich hab ja schon so viel weggegeben oder zurückgelassen, aber ich fühle mich noch immer nicht frei genug.
      Was die Zahl 500 betrifft, so habe ich ja immer die Option, den ev. fehlenden Rest mit Büchern aufzufüllen, davon hab ich eh noch immer zuviele.

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  4. Ich glaube so ein 'einfaches' Leben wäre nichts für mich, ich hänge einfach an zu vielen Sachen. Aber wenn ich mal entrümple dann auch richtig ;)

    Dir wünsche ich für dein Vorhaben alles Gute und bin neugierig wie es sich für dich entwickeln wird!
    Liebe Grüße, Melanie

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    1. Vielen Dank! Ich bin auch neugierig.
      Ich wandere schon durch die Wohnung und notiere im Geiste, was demnächst rausfliegt. ;-)

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  5. Da haben wir ja den gleichen Vorsatz - also so ähnlich. Will auch einiges an Gerümpel loswerden in diesem Jahr. :-) (Zum ersten mal mein Vorsatz. Klappt hoffentlich. ;-) )

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    1. Oh, schön! Dann wünsch ich dir mal auch, dass es klappt! :-)

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  6. Ich "entrümple" auch ein wenig im Internet, also will ich nicht alles posten und bloggen *g*, ich möchte mehr Dinge tun statt nur davon zu schreiben ...

    und was Gegenstände betrifft, räume ich alle paar Wochen mal ständig was raus, z.B. bergeweise Klamotten (obwohl ich eh schon wenig habe, bin auch kein Shopgirl, mit Klamotten erst recht nicht). Habe letztens tonnenweise Zeug bei Tauschticket rein an Haushaltswaren etc. Oder miste das Bücherregal rigoros aus.

    Aber weil mich manchmal einfach der Rappel packt, mache ich das ohne Plan, sondern wenn mir gerade danach ist, aber dann umso heftiger, das sind dann oft mehrere Kartons (ich kauf doch kaum was nach, wo kommen die alle her?!?)

    Diesen Wunsch nach dem einfacheren Leben kann ich verstehen, ich trage ihn auch in mir und versuche ihn zu realisieren. Und je besser ich es schaffe (ganz werde ich es nie schaffen, dazu müsste schon eine Apokalypse dafür sorgen, dass ich alles verliere *g*), desto freier fühle ich mich ...

    letzte Woche habe ich meine Tasche verloren. Ich rechnete damit, dass ich sie wiederbekam (wusste ja, wo sie war, aber trotzdem die Sorge "hoffenlich krieg ich sie, könnte ja auch schiefgehen"), und statt Panik zu schieben dachte ich mir irgendwie einfach nur "hey, ist nur ´ne Tasche ... das Handy ist eh alt, die Tasche ist ersetzbar, wär halt blöd um den Ausweis und die Fahrkarte, aber das verkrafte ich" ... klar wär das blöd gewesen, aber es war ein irre gutes Gefühl, als ich quasi am praktischen Beispiel fühlte, dass ich nicht mehr durchdrehe, nur weil mir was vermeintlich Wichtiges plötzlich abhanden kommt ...

    vor einiger Zeit sind mir alle meine Fotos von vor 2009 kaputtgegangen, alle CDs und Datensicherungen futsch. Hab mich geärgert. Und gleichzeitig gedacht "na und? Die wichtigen Momente meines Lebens hab ich im Kopf gespeichert" ... klar ist es schade. Aber ich leb noch immer :-)

    Manchmal wenn ich les, wo jemand was braucht (im Forum sagt einer "ich hätte gern aber kann mir grad nicht leisten" ... oder bei einer sozialen Einrichtung steht in der Zeitung "wir bräuchten aktuell" ... dann denk ich mir "hab ich grad hier, hab eh zuviel davon, und rumliegen muss es nicht, besser jemand braucht es" ... und weg damit)

    inzwischen verschenke ich auch sehr viel, statt es bei Tauschticket einzustellen, ... habe festgestellt, je mehr ich verschenke, desto mehr kriege ich selbst was geschenkt, wenn ich was dringend brauche :-)

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    1. Wenn ich drüber nachdenke, was ich in meinem Leben schon alles besessen habe... 3 volle Kellerabteile habe ich z.B. schon entsorgt im Laufe der Zeit... Wahnsinn, was sich im Laufe eines Lebens so ansammelt! Und ja, ich frag mich auch immer, wo das alles herkommt, wo ich doch kaum etwas kaufe.

      Tasche verlieren (oder Diebstahl) ist ja auch immer so eine Horrorvorstellung. Ich überleg grad, dass ich da wahrscheinlich auch einen Haufen unnötiges Zeug mitschleppe, dem Gewicht nach zu urteilen auf jeden Fall. Kommt auch gleich auf die Entrümpelungs-Liste, der Tascheninhalt.

      Verschenken ist auch eine tolle Sache. Ich hab sogar ganz in meiner Nähe einen sog. "Kost-Nix-Laden", da werden ganz sicher demnächst einige Dinge von mir landen, die jemand anders brauchen könnte. Muss nur aufpassen, dass ich dort nix mitnehme. ;-)

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  7. hallo evi,
    als alternative kann ich dir unsere neue website www.usetwice.at anbieten.
    bei uns kann jeder gegenstände, die sie/ er besitzt, aber selten braucht, an andere vermieten.
    lg, markus heingärtner

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